Warum Sie bei ERP-Systemen auf Checklisten achten sollten

9. Februar 2012 10:22

Integrierte Softwaresysteme mit Checklisten helfen in der Abstimmung zwischen Vertrieb und Konstruktion Fehler zu vermeiden und von Anfang an realistische Aussagen zu treffen.

„Glaskabine mit deckenhohem Spiegel, hydraulischem Antrieb und Sprachansage? Kein Problem, in fünf Wochen ist der Aufzug montiert.“ Genau diese Aussage wollte der termingeplagte Bauherr von dem Verkäufer, mit dem er gerade über seine Detailwünsche bezüglich der Aufzuggestaltung spricht, hören. Und genau diese Aussage wird dem Konstrukteur in ein paar Stunden den Schweiß auf die Stirn treiben: Alleine der Hydrauliksteuerblock hat eine Lieferzeit von sechs Wochen, und deckenhohe Spiegel gibt es in Glaskabinen gar nicht laut Verkaufskatalog. Ein langer Abstimmungsweg zwischen Vertrieb und Konstruktion, die Nachbesserung des Angebotes und ein unzufriedener Kunde sind so fast vorprogrammiert.

Denn der Konstrukteur, der die technischen Feinheiten und komplexen Zusammenhänge bei der Konfiguration des Angebotes – in diesem Beispiel ein Aufzug mit Tausenden Kombinationsmöglichkeiten – naturgemäß besser kennt als sein Kollege aus dem Vertrieb, wurde zu spät hinzugezogen. Integrierte Softwaresysteme mit Checklisten helfen hier, Fehler zu vermeiden und von Anfang an realistische Aussagen zu treffen.

Die Vorteile der Arbeit mit Checklisten:
- Schnellere Konfiguration
- Genauere Angebote
- Zufriedenere Kunden

Wie das funktioniert?

Der Verkäufer arbeitet mit einer Frage-Antwort-Liste, anhand derer er gemeinsam mit dem Interessenten ein Angebot konfigurieren kann. Das Besondere: Im Hintergrund der Checkliste arbeitet die „Konstruktionslogik“ mit: Hier werden Zusammenhänge in der Produktkonfiguration und bei den Produktionsbedingungen geprüft, nicht mehr passende Alternativen werden direkt ausgeblendet. So baut sich die Liste dynamisch immer wieder neu auf. Das heißt, nach einer einmal getroffenen Auswahl, beispielsweise „Glaskabine“, werden Konfigurationsmöglichkeiten, die nicht mehr passen, wie der deckenhohe Spiegel, auch nicht mehr angezeigt. Technische Bedingungen – ein hydraulisch betriebener Aufzug benötigt zwingend einen Hydraulikheber – werden in der Liste berücksichtigt.

Die dafür relevanten Einstellungen werden durch die Konstruktionsabteilung in der Masterstückliste hinterlegt. Den Konstrukteuren stehen zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten bis hin zu einer mit Excel vergleichbaren Formelsammlung zur Verfügung. So können auch anspruchsvollste Konfigurationsmöglichkeiten abgebildet werden. Der Verkäufer arbeitet mit der Liste durch einfaches An- bzw. Abwählen von Elementen. Ergänzend stehen Freitextfelder zur Verfügung, die zur Beschreibung einzelner Elemente genutzt werden können. Das so konfigurierte Produkt ist die Grundlage für die Konstruktion und spätere Fertigung, die Daten müssen nur einmal erfasst werden.

Nach getaner Arbeit liefert die Checkliste nicht nur ein vollständig und richtig konfiguriertes Angebot, gleichzeitig können auch Parameter wie Kosten oder Liefertermin berechnet werden. Bei Bedarf kann sich der Interessent sogar schon das Gesamtgewicht seiner Bestellung ausrechnen lassen – gerade bei Aufzügen eine durchaus wichtige Kennziffer.

Mehr über die Checklistenfunktion in Tectura Auftragsfertigung auf Basis von Microsoft Dynamics NAV (Navision) erfahren die Besucher der TECTURA CONVENTION am 08. und 09. Mai 2012 in Kassel.



Die TECTURA CONVENTION auf MSDynamics.de